„Ich habe jemanden mitgebracht“ – mit diesen Worten richtete Pfarrer Nelson Ribeiro beim Erntedankgottesdienst am Sonntag, 4. Oktober, die Aufmerksamkeit der Gottesdienstbesucher in Kippenheim auf einen neuen Mann im Seelsorgeteam: Pfarrer Michael Storost. Seit dem 1. Oktober ist er als Kooperator in der Kirchengemeinde Südliche Ortenau tätig, mit einem Wirkungsschwerpunkt im Bereich der ehemaligen Seelsorgeeinheit Kippenheim.
St. Romanus Schweighausen
Die Besiedlung Schweighausens geht auf das Kloster Ettenheimmünster zurück. Nach einer Grenzbeschreibung von "926", die aber in Wirklichkeit den Zustand des frühen 12. Jahrhunderts beschreibt, gehörten bald nach 1100 Schweighausen und Dörlinbach zur Ettenheimer Mark und zum Kloster. Zahlreiche "Lehen" (Bauerngüter) waren dem Kloster zu Abgaben und Frondienst verpflichtet (vgl. Heimatbuch Schweighausen S. 33). Die erste romanische Kapelle wurde am 11. Juli 1132 durch Bischof Ulrich II. von Konstanz eingeweiht. Der Bau der spätbarocken Pfarrkirche St. Romanus geht auf die Initiative von Abt Landelin Fluem zurück. Unter der Leitung von Baumeister Johann Joseph Hirschbühl wurde die Kirche gebaut und am 29. August 1776 eingeweiht (entnommen aus: Heimatbuch Schweighausen, S. 33, 175f, 193).
Durch einen Brand wurde die Kirche im Jahre 2004 innen teilweise zerstört; heute erstrahlt sie wieder in neuem Glanz. Besonderer Anziehungspunkt ist die einzigartige Naturkrippe, die jedes Jahr während der Weihnachtszeit die Kirche ziert.
Durch einen Brand wurde die Kirche im Jahre 2004 innen teilweise zerstört; heute erstrahlt sie wieder in neuem Glanz. Besonderer Anziehungspunkt ist die einzigartige Naturkrippe, die jedes Jahr während der Weihnachtszeit die Kirche ziert.
Die Kirche bildet mit dem daneben gelegenen Pfarrhof ein beeindruckendes Ensemble mit Ortsbild prägender Bedeutung. Das Pfarrhaus wurde in den Jahren 1754/55 gebaut und ist ein Werk des Klosterbaumeisters Joseph Klein.
Eindrucksvoller Akzent im Ortsbild von Schweighausen ist der Kirchbühl mit der Barockkirche St. Romanus von 1777 und dem barocken Pfarrhofgebäude von 1754/55.
Die St. Anna-Kapelle mit ihrem barocken Zwiebelturm ist ein dorfbildgestaltendes Kleinod. Sie liegt unmittelbar an der Durchgangsstraße neben der Schutterbrücke. Die baugeschichtlich bemerkenswerte Kapelle ist eine vielbesuchte Andachtsstätte.
Der schönste Teil der Kapellenausstattung ist der Altaraufsatz (Retabel) im Knorpelstil und Schildkrötenmanier. Dieser Stil war zum Ende des 17. Jahrhunderts gebräuchlich. Das Altarblatt zeigt, wie Mutter Anna ihre Tochter Maria in der Hl. Schrift unterweist.
Die Kapelle beim "Kniestein" wurde 1866 erbaut und steht südlich der Pfarrkirche von Schweighausen auf einer Anhöhein einer Waldlichtung. Man erreicht die Kapelle leicht von der Dorfmitte auf dem Kniesteinweg in einem halbstündigen Fußmarsch. Die Kniesteinkapelle wird von der Bevölkerung gerne besucht und dient heute noch als Wallfahrtsstätte für die Gemeinden der Umgebung.
Vom Kniestein gibt es drei Sagen:
- Unweit der Schutterquelle steht die Kniesteinkapelle, vor der in einem Stein die angeblichen Knieabdrücke eines betenden Einsiedlers zu sehen sind.
- In früherer Zeit habe man zweimal versucht, den Kniestein in der St. Anna-Kapelle aufzustellen. Jedesmal sei der Stein, nachdem er in die Kapelle gebracht worden war, über Nacht auf wundersame Weise an den alten Platz zurück gekehrt.
- Man habe im Wald einen lieblichen Gesang vernommen. Dadurch aufmerksam geworden, gingen die Leute an den Ort wallfahren.
Nachrichten
Mehr als 150 Besucherinnen und Besucher kamen am 25. September zur Kleidertauschparty in die Kirche Sancta Maria Lahr und machten die Veranstaltung zu einem vollen Erfolg.
Ein weiterer Baustein der neuen Kirchengemeinde nimmt Gestalt an: In seiner Sitzung am 30. September hat der Pfarreirat die Einrichtung von fünf Kompetenzteams beschlossen. Damit ist der inhaltliche Rahmen gesetzt – in den kommenden Wochen kann nun Schritt für Schritt die personelle Besetzung beginnen.
Ankommen, kennenlernen, austauschen und gemeinsam weiterdenken: Am 22. September kamen die Kita-Leitungen und Kita-Geschäftsführungen der Kirchengemeinde Südliche Ortenau im Pfarrsaal Kippenheim zu einem ersten gemeinsamen Treffen zusammen.
Wer KI- Werkzeuge für Pfarrblatt, Website, Plakate oder soziale Medien nutzt, muss einige Regeln beachten. Dieser Überblick hilft Haupt- und Ehrenamtlichen, KI verantwortlich einzusetzen.
Mit der neuen Kirchengemeinde beginnt auch für die Gemeindeteams ein neuer Abschnitt. Ihre Rolle vor Ort verändert sich – und mit ihr stellen sich neue Fragen, Möglichkeiten und Herausforderungen.
Bei den Einkochaktionen verarbeiten wir gemeinsam überschüssiges Obst und Gemüse zu leckeren Vorräten im Glas. So werden Lebensmittel gerettet, nachhaltig genutzt und wertgeschätzt. Gleichzeitig verbinden wir regionale Zutaten mit fair gehandelten Produkten und unterstützen Produzent*innen im Globalen Süden.
Seit einiger Zeit haben wir schon das Lied des Monats, das in den Gottesdiensten unserer Gemeinden gesungen wird. Kantor Tilo Strauß stellt das neue Lied des Monats kurz vor.
Nach einem so trockenen Jahr und großer Hitze ist es in diesem Herbst ganz besonders wichtig, innezuhalten und Danke zu sagen. Das Reichenbacher Gemeindeteam lädt die ganze Gemeinde – von klein bis groß – ganz herzlich zu unserem Erntedankgottesdienst am Samstag, den 10.10. um 18:30 Uhr ein.
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