Die Erzdiözese Freiburg hat im Februar 2019 das Projekt "Kirchenentwicklung 2030" gestartet als Antwort auf den tiefgreifenden Wandel, der unsere Kirche und unsere Gesellschaft erfasst hat: Individualisierung, Pluralismus, Vielfalt, Globalisierung und Digitalisierung sind nur einige Stichworte, die für Veränderungen stehen. Zur Vorbereitung der 36 künftigen Pfarreien wurde jeweils ein lokales Teilprojekt der Kirchenentwicklung gestartet: Das Projekt Lahr, nun die neuen Kirchengemeinde Südliche Ortenau, entspricht in seinem räumlichen Ausmaß exakt dem Dekanat Lahr mit seinen 5 Seelsorgeeinheiten, 27 Pfarreien und etwa 44.500 Katholiken.
Der Name der neuen Kirchengemeinde/Pfarrei
Beim Treffen aller Pfarr- und Stiftungsräte am 02.Mai 2023 wurde der Name der neuen Kirchengemeinde festgelegt: röm.-kath. Kirchengemeinde Südliche Ortenau. Vorgabe war, dass der Name eine räumliche Zuordnung ermöglicht, zum Beispiel die Bezeichnung eines Ortes oder einer Landschaft. Unsere Nachbar-Kirchengemeinde Neu im Norden wird dann passend die "Mittlere Ortenau".
Der Name der Pfarrei ergibt sich aus der Festlegung der jeweiligen Pfarrkirche. Das Patronat und der Ort der Pfarrkirche ergeben somit den Namen der Pfarrei. Dabei ist eine der bestehenden Pfarrkirchen als Pfarrkirche zu wählen. Die Gremien der Kirchengemeinden/Pfarreien schlagen den Namen vor, der anschließend vom Erzbischof per Dekret festgelegt wird. Pfarrkirche und damit Name der Pfarrei in unserem Fall wurde festgelegt auf Pfarrei St. Peter und Paul mit der Pfarrkirche in Lahr.
Zusammenschluss zum 01.01.2026 als Union
Nach ausführlichen Beratungen mit diözesanen Räten und Gremien hat Erzbischof Stephan Burger im Februar 2023 entschieden, dass die Zusammenführung der bisherigen Pfarreien und Kirchengemeinden zur jeweils künftigen Einheit per sogenannter 'Union' erfolgt. Das Modell bedeutet, dass eine unserer fünf Kirchengemeinden bestehen bleibt und die anderen dazugeordnet werden. Dies hat für das praktische Leben und Arbeiten keine inhaltliche Bedeutung, sondern bietet vor allem rechtliche Sicherheit: Beim Gegenmodell - der Fusion - hätten alle Einheiten aufgelöst werden müssen, was zwischenzeitlich viel kirchenrechtliche Unsicherheit gebracht hätte. Als organisatorische Folge der Festlegung auf das Unionsmodell wurde am 02.Mai 2023 von der Vollversammlung offiziell die Kirchengemeinde An der Schutter zur bestehen bleibenden Kirchengemeinde erklärt, Peter und Paul zur bestehenden Pfarrei. Durch diese formellen Beschlüsse können ab nun beispielsweise neue Arbeitsverträge oder Formalien ordentlich Richtung 2026 angesetzt werden.
Die inhaltlichen Leitplanken: Unsere Gründungsvereinbarung
In der Gründungsvereinbarung beschreiben wir als Kirchengemeinde Südliche Ortenau - wie alle 36 Projekte - unsere künftige inhaltliche Ausrichtung. Zum einen legt sie fest, wie und mit welchem Fokus wir die Diözesanstrategie vor Ort umsetzen wollen. Zum anderen fasst sie die organisatorischen Rahmenbedingungen zusammen, welche die pastoralen Grundaufgaben der Pfarrei betreffen. Es geht also um eine Art Fahrplan oder Wegweiser, wie wir ab jetzt unsere Arbeit fokussieren und planen auf dem Weg Richtung 2026 und darüber hinaus.
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