Beichte, Versöhnung und Bußgottesdienste

 
Auf dieser Website finden Sie Informationen und Kontakte zum Thema Beichte und Versöhnung. In den geprägten Zeiten (Advents- und Fastenzeit) finden jeweils zwei Bußgottesdienste und feste Beichtmöglichkeiten statt. Falls Sie ein persönliches Gespräch mit einem Priester wünschen, nehmen Sie Kontakt mit einem der beiden Priester oder mit dem Pfarrbüro auf.
 
 
 

Sag, wie hällst du es mit der Beichte? - 10 Fragen und Antworten.

 

1. Wie heißt dieses Sakrament richtig?

Es gibt viele Namen: Bußsakrament, Beichtsakrament, Versöhnungssakrament, Beichte. Den, der die Beichte ablegt, nennt man „Pönitent“ (=„Büßer“), den Priester, der die Beichte abnimmt, nennt man „Beichtvater“.
 
 

2. Wer muss beichten? Jeder oder nur bestimme Leute?

Jeder darf, kann und soll auch beichten. Das Sakrament versetzt uns in die Taufgnade! Von „Pflicht“ zu sprechen, weckt heutzutage oft Protest. Doch die Beichte ist ein Gebote der Kirche. Die Kirche verpflichtet uns, mindestens einmal im Jahr – z.B. in der österlichen Bußzeit – in der persönlichen Beichte dieses Sakrament zu empfangen. Sie empfiehlt uns, regelmäßig (mehrmals im Jahr) zu beichten, z.B. vor den großen Festen.
 
 

3. Reicht nicht nur die Bußandacht?

Die Bußandacht kann und soll die Beichte nicht ersetzen, sondern ergänzen. Sie hat ihren großen Wert erstens in der gemeinschaftlichen Feier, zweitens in der ausführlichen Beschäftigung mit dem Thema „Schuld“. Die Bußandacht hilft mir, oft auf kreative Weise, zu erkennen, wo ich vielleicht auf einem falschen Weg bin und wo eine Änderung oder Besserung angesagt ist. Die Bußandacht mündet in eine Vergebungsbitte, so wie zu Beginn der Hl. Messe nach dem Schuldbekenntnis die Vergebungsbitte folgt. Diese ist jedoch nicht sakramental und keine Zusage der Vergebung wie bei der Beichte, sondern „nur“ eine Bitte. Nur in der Beichte bekomme ich zugesagt: „So spreche ich dich los von deinen Sünden.“
 
 

4. Wie läuft eine normale Beichte ab?

Wer beichten möchte, betritt das Beichtzimmer und kann wählen: Entweder man kniet sich im Beichtstuhl hin und spricht mit dem Beichtvater durch das Holzgitter oder man setzt sich an den bereitstehenden Tisch, sodass wie bei einem normalen Gespräch Priester und Pönitent sich sehen. Beide Formen sind in Ordnung und möglich. Dann beginnt der Pönitent mit dem Kreuzzeichen und kann sagen, wann die letzte Beichte war. Dann legt man das Bekenntnis der eigenen Sünden ab. Der Beichtvater hat eine beratende Rolle und es bietet sich auch die Möglichkeit zu einem Gespräch. Dann gibt der Beichtvater die Lossprechung. Als kleines Zeichen der Wiedergutmachung bittet er den Pönitenten um ein Gebet oder ein „Werk“. Der Pönitent verlässt das Beichtzimmer, spricht ein kurzes Dankgebet und verrichtet das ihm aufgegebene Werk (siehe zu diesem Ablauf auch im Gotteslob Nr. 593 & Nr. 594).
 

5. Was ist, wenn mir bei der Vorbereitung keine Sünden einfallen?

Wir müssen bei der Beichte nicht nur die negativen Dinge ansprechen, sondern können auch sagen, was gut gelaufen ist. Es geht um eine ehrliche Rückschau. Es ist auch sinnvoll zu bekennen, was wir an Gutem unterlassen haben. Spätestens hier fällt jedem etwas ein. Eine Hilfe zur Vorbereitung bieten auch die Beichtspiegel, die z.B. im Gotteslob abgedruckt sind (große Auswahl steht unter Nr. 598-601) oder in der Kirche ausliegen.
 
 

6. Ist es wichtig, die Sünden in allen Einzelheiten zu schildern?

Nein, das ist nicht der Sinn der Beichte. Es geht darum, konkret zu benennen, was war, aber kurz und ohne viele Details. Das sind aber nur Empfehlungen. Manchmal kann es gut sein, eine Situation zu erklären, damit sie der Beichtvater versteht, gerade dann, wenn man einen Rat sucht.
 
 

7. Darf ich die Kommunion nur nach vorheriger Beichte empfangen?

Wer regelmäßig beichtet und nicht in einer schweren Sünde verharrt, kann bedenkenlos die Kommunion empfangen. Was eine schwere von einer „lässlichen“ Sünde unterscheidet, ist manchmal gar nicht so einfach auszumachen. Daher ist umso mehr eine regemäßige Beichtpraxis hilfreich, reinigend und entlastend. Die Gnade, die durch das Sakrament geschenkt wird, hilft auch bei der Erfüllung der Vorsätze.
 
 

8. Was ist, wenn ich schon lange nichtmehr gebeichtet habe?

Dann wäre doch die nächste Möglichkeit ein schöner Anlass, mal wieder zu beichten. Kein Beichtvater „reißt“ einem den Kopf ab. Sensibilität ist sehr wichtig bei diesem Sakrament. Der Beichtvaterhilft auch gerne weiter, wenn Unklarheiten da sind.
 
 

9. Kann man sich auf das Beichtgeheimnis verlassen?

Absolut und ohne wenn und aber. Keine dritte Person darf und wird etwas aus einem Beichtgespräch erfahren, auch nicht vor Gericht, auch nicht unter Beichtvätern. Es gibt keine Ausnahme und keine Sondersituation, die das Beichtgeheimnis einschränken würde.
 
 

10. Wann besteht die Möglichkeit zur Beichte?

Immer zu den im Gottesdienstanzeiger ausgeschriebenen Uhrzeiten, ebenso nach Vereinbarung zu anderen Terminen. Für die Beichtväter ist dies keine lästige, sondern eine angenehme, weil wichtige Pflicht. Die Priester sind dafür da und stehen im direkten Auftrag Jesu, der zu seinen Jüngern gesagt hat: „Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben…“ (Joh 20,23).
 
  

Priester für die Beichte

Pfarrer Bernhard Dorner

Kooperator

Pfarrer Matthias Ibach

Pfarrer

Pfarrer Martin Kalt

Pfarrer

P. Yesudas Kochupurackal

Kooperator

P. Thomas Perumbattu

Kooperator

Pfarrer Nelson Ribeiro

Leitender Pfarrer

Pfarrer Josef Rösch

Stellvertretender leitender Pfarrer