Krankensalbung
„Für eine Krankensalbung kommen unsere Priester gerne zu Ihnen nach Hause oder ins Pflegeheim, in dem Sie leben. Auch ein Besuch im Klinikum ist jederzeit möglich. Einmal im Jahr feiern wir in jeder unserer Gemeinden einen Krankensalbungsgottesdienst, zu dem alle herzlich eingeladen sind. Im Fall einer Krankensalbung bei Sterbenden können Sie gerne auch kurzfristig und auch nachts einen unserer Priester anrufen.
Was meint der Ausdruck "Sterbesakrament"?
Die drei Sterbesakramente sind die Beichte, die Krankensalbung und die Eucharistie.
Diese drei Sakramente sind nicht nur für Sterbende vorgesehen, sondern haben mitten im Leben ihren Platz. Im Blick auf die Vorbereitung eines Menschen auf seinen Tod werden diese Zeichen so bedeutsam, dass man sie auch als „Sterbesakramente“ bezeichnen kann.
Allerdings ist es meist so: Wenn ein Priester zu einem Sterbenden gerufen wird, kann der Sterbende oft nicht mehr beichten und die Kommunion empfangen, z. B. weil er nicht mehr sprechen oder nichts mehr schlucken kann. Die Krankensalbung ist in solchen Fällen dennoch möglich. Sie hat auch sündenvergebende Wirkung und bereitet auf den Tod vor.
Was geschieht bei einer Krankensalbung?
Kern des Sakramentes sind Handauflegung und Salbung mit dem Krankenöl.
Das vom Bischof geweihte Öl wird auf der Stirn und an den Händen aufgetragen. Dabei spricht der Priester die Formel:
„Durch diese heilige Salbung helfe dir der Herr
in seinem reichen Erbarmen.
Er stehe dir bei mit der Kraft des Heiligen Geistes.
Der Herr, der dich von Sünden befreit, rette dich.
In seiner Gnade richte er dich auf.“
Zu diesem kleinen Gottesdienst gehören außerdem Schriftlesung, Fürbitten, das Vater-Unser, Friedensgruß und Segen. Und nach Wunsch und Möglichkeit auch die Beichte und der Kommunionempfang (siehe Frage 2).
Wird die Salbung in eine Messfeier integriert, dann hat sie nach der Ansprache und vor der Gabenbereitung ihren Platz.
Wann kann ich die Krankensalbung empfangen und wie oft?
Die neueren Richtlinien schreiben vor, dass es sich um eine „ernste Erkrankung“ handeln muss. (Eine Erkältung oder ein Bänderriss sind in diesem Sinn sicher nicht "ernst".)
Es ist aber z. B. sehr sinnvoll, vor einer großen Operation die Krankensalbung zu empfangen. Es ist auch ein guter Brauch, dass ältere und gebrechliche Menschen unabhängig von einem aktuellen Krankheitsbefund einmal im Jahr im Rahmen des Gemeindegottesdienstes die Krankensalbung empfangen.
Zu diesen Gottesdiensten muss man sich nicht vorher anmelden, sondern kann einfach dazukommen. Vorrausetzung ist nur die Mitgliedschaft in unserer Kirche.
Kann ich die Krankensalbung auch zu Hause empfangen?
Ja, das ist immer möglich. Gerne kommt ein Priester zu Ihnen und feiert mit Ihnen die Kranksalbung als kleinen Hausgottesdienst. Dazu ist es schön, wenn weitere Verwandte, Freunde oder Nachbarn mitfeiern, das muss aber nicht sein. Auch die Kommunion und die Beichte sind dann in diesem Zusammenhang möglich und können ebenfalls abgelegt bzw. empfangen werden. Scheuen Sie sich nicht, uns Priester direkt anzusprechen bzw. über das Pfarrbüro einen Termin zu vereinbaren.
