Fünf Themenfelder stehen fest – nun beginnt die personelle Besetzung
Ein weiterer Baustein der neuen Kirchengemeinde nimmt Gestalt an: In seiner Sitzung am 30. September hat der Pfarreirat die Einrichtung von fünf Kompetenzteams beschlossen. Damit ist der inhaltliche Rahmen gesetzt – in den kommenden Wochen kann nun Schritt für Schritt die personelle Besetzung beginnen.
Bereits im Juli hatte sich der Pfarreirat ausführlich mit der künftigen Struktur beschäftigt. Vorausgegangen waren Beratungen im Seelsorgeteam darüber, wie zentrale pastorale Themen in der großen Kirchengemeinde sinnvoll gebündelt und langfristig weiterentwickelt werden können. Für die weitere Arbeit war dabei von Anfang an vorgesehen, unterschiedliche Perspektiven zusammenzubringen: Hauptberufliche und ehrenamtlich Engagierte sollen gemeinsam an den Themen arbeiten.
Fünf Kompetenzteams für größere Lebensbereiche
Anders als in manchen anderen Pfarreien orientiert sich die Kirchengemeinde Südliche Ortenau dabei nicht an möglichst vielen einzelnen Fachgebieten. Statt beispielsweise für jede Form der Katechese oder jedes pastorale Angebot ein eigenes Team zu bilden, werden größere Lebensphasen und Lebenssituationen miteinander verbunden.
Beschlossen wurden die Kompetenzteams:
Kinder und Familie
Katechese
Jugend und Junge Erwachsene
Glaubensvertiefung und Gemeinschaft, Innovation
Begleitung in Not und Krisen, Abschiede, Leben an Grenzen
Damit werden einerseits Lebensphasen wie Kindheit, Familie, Jugend und junges Erwachsenenalter in den Blick genommen. Andere Teams beschäftigen sich bewusst mit Themen, die sich nicht an einem bestimmten Alter festmachen lassen – etwa mit Glaubensvertiefung und Gemeinschaft oder mit Krisen, Abschieden und Grenzerfahrungen des Lebens.
Nicht jedes Thema braucht ein Kompetenzteam
Die Kompetenzteams sind Teil einer größeren Arbeitsstruktur. Themen, die eine besonders enge Anbindung an die Leitung oder eine dauerhafte kirchengemeindeweite Koordination benötigen, werden als Stabsstellen organisiert. Dazu gehören Öffentlichkeitsarbeit, Organisationsmanagement, Liturgie, Ökumene, Prävention und Caritas. Andere Themen wie Engagementförderung, Spiritualität, Glaubenskommunikation und Innovation wirken wiederum als Querschnittsthemen in verschiedene Arbeitsfelder hinein.
So soll nicht für jedes einzelne Anliegen eine neue Gruppe entstehen. Entscheidend ist vielmehr, welche Form der Zusammenarbeit für ein Thema sinnvoll ist und wie unterschiedliche Bereiche miteinander vernetzt werden können.
Jetzt geht es um die Menschen
Mit dem Beschluss des Pfarreirates ist zunächst die Struktur festgelegt. Nun folgt der zweite Schritt: die Kompetenzteams mit Menschen zu besetzen und mit Leben zu füllen. Geplant ist eine Mischung aus Hauptberuflichen, Mitgliedern des Pfarreirates und Ehrenamtlichen aus den jeweiligen Themengebieten. Für die Teams wurde dabei eine arbeitsfähige Größe von ungefähr sechs Personen als gute Orientierung benannt. Zunächst sollen sie für ein Jahr eingerichtet werden; anschließend wird geprüft, wie sich die Arbeit entwickelt hat und wie sie weitergeführt werden kann.
In den kommenden Wochen werden die einzelnen Kompetenzteams nun nach und nach aufgebaut. Damit beginnt auch ihre eigentliche Aufgabe: Erfahrungen und Fachwissen zusammenzubringen, Entwicklungen wahrzunehmen und Perspektiven dafür zu erarbeiten, wie sich pastorale Themen in der Kirchengemeinde Südliche Ortenau künftig weiterentwickeln können. Zum Thema Kompetenzteams wird auch zeitnah eine entsprechende Seite auf unserer Website unter „Kontakte/ verantwortliche Teams und Gremien“ eingerichtet für aktuelle Infos.
Martin Wetzel berichtet im Pfarreirat nochmal den aktuellen Stand, der bereits vor dem Sommerloch diskutiert und nun beschlossen wurde.
[Referentin für Engagementförderung, Prävention und Öffentlichkeitsarbeit ]