Maiandacht ist nicht nur etwas für Omas und Opas
Zu Beginn der Pfingstferien feierten wir in Reichenbach eine besondere Maiandacht für und mit Familien. Im Mittelpunkt standen dabei vor allem Familien mit Kindern, die gemeinsam Glauben, Gemeinschaft und Freude erleben konnten.

Besonders schön war, dass die Kinder die Maiandacht aktiv mitgestalten konnten. Sie schlüpften in die Rollen der Geschichte und machten diese dadurch für alle lebendig und anschaulich. Auch die Fürbitten wurden von den Kindern vorgetragen und verliehen dem Gottesdienst eine ganz besondere Herzlichkeit.
Die berührende Geschichte von einem kleinen Mädchen, das für seine kranke Mama Blumen pflücken wollte, zeigte, dass es oft die kleinen Dinge sind, die große Freude schenken. Die großen und schönen Blumen wollten nicht gepflückt werden, weil sie so stolz auf ihre Schönheit waren. Umso überraschter waren die Gänseblümchen, als ausgerechnet sie ausgewählt und zu einem kleinen Strauß gebunden wurden. Als die Mama die Blumen erhielt, freute sie sich von Herzen. Die Botschaft war klar: Geschenke und Aufmerksamkeiten müssen nicht groß oder außergewöhnlich sein. Was wirklich zählt, ist die Liebe, mit der sie verschenkt werden.

Im Anschluss blieb noch Zeit für Begegnungen und Gespräche bei einem kleinen Umtrunk. Wer wollte, konnte ein kleines Windlicht mit Blüten gestalten und als Erinnerung mit nach Hause nehmen.
Ein herzliches Dankeschön gilt allen, die diese Maiandacht vorbereitet, mitgestaltet und mitgefeiert haben. Es ist immer etwas Besonderes, wenn Menschen verschiedener Generationen zusammenkommen, miteinander beten, singen und Gemeinschaft erleben. Die vielen fröhlichen Gesichter zeigten, wie gut dies gelungen ist. So wurde diese Maiandacht zu einem schönen Zeichen dafür, dass Kirche lebendig ist, Familien willkommen sind und die kleinen Dinge oft die größte Wirkung haben.
Sabine Hetzinger
