Ordensfrau vermittelte temperamentvoll Freude am Glauben

Teresa Zukic, eine Ordensfrau der „Kleinen Kommunität der Geschwister Jesu“ begeisterte die zahlreichen Gäste, die am vergangenen Donnerstag auf Einladung des Katholischen Bildungswerkes Seelbach ins Franziskusheim gekommen waren.

St. Teresa Zukic bei ihrem Vortragsabend in Seelbach
Die temperamentvolle Schwester sprühte von froher Laune, von Glaubenszuversicht und Freude. Dabei war die hochdekorierte Leistungssportlerin und Trägerin zahlreicher Verdienstorden gar kein frommes Kind, sie wuchs als atheistische junge Frau auf, „bis sie von Gott gefunden wurde, den sie gar nicht gesucht hatte“, wie sie schmunzelnd erzählte. Als sportliches und musisches Allroundtalent stieß sie eher zufällig auf die Bibel und fand vor allem in den Worten der Bergpredigt viele Schätze die für ein gelungenes Leben. Als Religionspädagogin und Ordensfrau, die fest auf dem Boden der Realität steht, schöpft sie aus ihrem Glauben jene Kraft, Freude auszustrahlen und für Gott zu begeistern.
 
Das gelang ihr auch ´mit ihrem Vortrag unter dem Thema: „Lache, lebe, liebe“. Mit Humor, herzhaftem Lachen, das nicht den Ernst oder das Leid ausblendet, und vielen Anekdoten warb sie für mehr Gelassenheit und Vertrauen auf Gottes Führung und Nähe. Wie ein roter Faden ziehe sich das Wort „Fürchte dich nicht“ durch die Heilige Schrift oder die Mahnung, sich nicht von den Sorgen des Alltags niederdrücken zu lassen. Das komme auch in einem Wort von Viktor Frankl zum Ausdruck: „Du musst dir von dir nicht alles gefallen lassen“. Nur wer sich selbst liebt, kann auch andere lieben. Ihr mit kräftigem Humor und herzhaftem Lachen gewürzter Vortrag war trefflich geeignet, die oft durch Sorgen, Angst und Misstrauen verdunkelte Glaubenswelt aufzubrechen und Gelassenheit, Freude und Gottvertrauen überhaupt einmal zu entdecken. Lachen wie Kinder, ohne Häme, sondern aus Freude, das befreie und führe aus vielen Fesseln, mit denen sich die Menschen selbst binden. Dazu gehörte früher das befreiende „Osterlachen“ bei der Predigt in der Kirche. Ein solcher Glaube nehme auch die Angst vor dem Sterben oder dem Tod, denn er führe ins Leben mit und bei Gott.
 
Dass Schwester Teresa nicht nur die Ohren, sondern auch die Herzen erreichte, zeigte die während des Vortrags zunehmende Heiterkeit und Gelöstheit auf den Mienen der vielen Zuhörer.
 
Alfons Vögele