Chorgemeinschaft Ringsheim-Rust ist ein Erfolg

Spätestens in der Mitgliederversammlung im Pfarrheim St. Michael in Rust wurde deutlich, dass die Kath. Chorgemeinschaft Ringsheim-Rust zusammengewachsen ist. Beate Goldau aus Rust wurde 65 Jahre aktives Singen geehrt. Im Mittelpunkt des vergangenen Jahres stand der Vollzug der Fusion, der beide Einzelchöre zugestimmt hatten.

Das Interesse an der Versammlung war groß, neben aktiven, passiven sowie Ehrenmitgliedern konnte die Vorsitzende Gerlinde Person-Weber die beiden Bürgermeister Kai-Achim Klare aus Rust und Pascal Weber aus Ringsheim begrüßen. „Wo stehen wir?“, so die rhetorische Frage der Vorsitzenden Person-Weber, um sie zugleich selbst zu beantworten. „Wir sind das Leuchtfeuer interkommunaler Zusammenarbeit“, fügte sie an. Was zunächst als Projekt gedacht war, wurde ein voller Erfolg. Gemeinsame Verständigung und den Mut zur Veränderung waren dennoch erforderlich. Ihr Dank galt besonders dem Dirigenten Christian Wenzel, der mit hoher pädagogischer Kompetenz und manchmal auch spitzigem Humor hervorragende Arbeit leiste. Es sei eine offene, pragmatische und wertschätzende Zusammenarbeit. Neben zielführenden Proben darf auch gerne gefeiert werden.
 
Einen Überblick der Aktivitäten in 2025 und darüber hinaus gab Priska Müller. Neben den regelmäßigen, wechselseitigen Proben in Ringsheim und Rust, wurde in beiden Chören der Beschluss zur Fusion gefasst, die Grundlage weiterer guter Zusammenarbeit. Die Chorgemeinschaft gestaltete die Messen der Patrozinien der beiden Gemeinden sowie zusammen mit der Musikkapelle Rust das Ruster Frühlingsfest mit. Im September fand der gemeinsame Ausflug in die Schweiz zum Vierwaldstättersee statt.
 
Rechnerin Angelika Studer meldete aus beiden Kassen ein gutes Plus. Die Hand auf der Kasse habe zukünftig jedoch die Vermögensverwaltung des Pfarreirates. Lediglich eine Formsache waren die Wahlen zur gemeinsamen Vorstandschaft. Zuvor wurde auf Antrag von Pfarrer Rösch der bisherigen Vorstandschaft Entlastung erteilt. Die Fusion sei ein Gewinn, so Rösch: „Der religiöse Gesang vermag das Gefühl für Gott aufzutauen und bewirke bei den Hörenden eine entsprechende Resonanz.“ Sein Dank galt besonders dem Gemeinschaftschor und ihrem Dirigenten Christian Wenzel.
 
„Ich sehe eine große starke Chorgemeinschaft“, sagte Bürgermeister Kai-Achim Klare. Beide Gemeinden arbeiten auf kommunaler Ebene schon länger zusammen und Ringsheims Bürgermeister Pascal Weber stimmte seinem Kollegen zu, um auch für den kommenden Festgottesdienst im Rahmen der 800-Jahrfeier am 27. Juni zu werben, in dem auch Erzbischof Stephan Burger anwesend sein wird. „Unser Anspruch ist, die Kirche zum Erklingen zu bringen“, betonte Weber. Auf diesen besonderen Festgottesdienst zu Ehren des Ringsheimer Kirchenpatrons St. Johannes der Täufer, konzentriert sich die Chorgemeinschaft, danach auf die Advents- und Weihnachtszeit.
 
 
Ehrungen aktive Mitgliedschaft: Beate Goldau (65 Jahre), Gertrud Käßheimer (30 Jahre), Elisabeth Koßmann (25 Jahre), Günter Erny (20 Jahre), Rita Link (10 Jahre)
 
Vorstandschaft: Gerlinde Person-Weber (1. Vorsitzende), Claudia Schuster (2. Vorsitzende), Priska Müller (Schriftführerin), Angelika Studer (Kassenwartin), Irene Bachmann (Sprecherin für Rust), Agnes Schönstein, Elisabeth Erny und Margarita Wegmann (Beisitzerinnen)
 
(Bericht: Adelbert Mutz)