Der Pfarreivermögensverwaltungsrat (PVVR) der Kirchengemeinde Südliche Ortenau hat sich konstituiert
Damit steht ein weiteres zentrales Gremium.
Ein weiteres wichtiges Puzzlestück für die neue Kirchengemeinde Südliche Ortenau ist gesetzt: Der Pfarreivermögensverwaltungsrat (PVVR) wurde vom Pfarreirat berufen und hat sich am 25. März konstituiert. Damit ist das zentrale Gremium für die finanzielle Aufsicht der Kirchengemeinde nun offiziell arbeitsfähig.
Bereits Mitte März hatte der Pfarreirat in seiner Sitzung die notwendigen Beschlüsse gefasst. Zunächst wurde die Größe des Gremiums geregelt: Neben der Vorgabe des leitenden Pfarrers als Vorsitzenden ohne Stimmrecht und zwei Mitgliedern aus dem Pfarreirat wurde die Zahl externe Mitglieder entsprechend den ehemaligen Seelsorgeeinheiten auf fünf festgelegt. Damit umfasst das Gremium insgesamt acht Personen.
Im Anschluss wurden die externen Mitglieder berufen sowie zwei Vertreterinnen und Vertreter aus dem Pfarreirat entsandt. Anders als bei Wahlen üblich, standen dabei keine Kandidaturen im Vordergrund – vielmehr wurden gezielt Personen angesprochen, die aufgrund ihrer beruflichen und persönlichen Kompetenzen für die verantwortungsvolle Aufgabe geeignet sind – etwa aus den Bereichen Verwaltung, Finanzen oder Bau. Gleichzeitig wurde darauf geachtet, dass alle bisherigen Seelsorgeeinheiten in der neuen Struktur vertreten sind.
Dem Pfarreivermögensverwaltungsrat gehören an
Klaus Fimm (Architekt, ehem. SE Friesenheim),
Thomas Joachims (Bankbetriebswirt, ehem. SE Kippenheim),
Alexander Ruchti (Diplomverwaltungswirt, ehem. SE Ettenheim),
Gerhard Weber (Steuerberater u. vereidigter Buchprüfer, ehem. SE An der Schutter),
Otto Weber (Dipl. Bankbetriebswirt ADG, ehem. SE Rust)
sowie aus dem Pfarreirat Elke Hundt und
Alexander Schindler.
Kraft Amtes gehört zudem Pfarrer Nelson Ribeiro dem Gremium als Vorsitzender ohne Stimmrecht an.
Aufsicht statt operativer Verantwortung
Mit dem Pfarreivermögensverwaltungsrat wird ein neues Modell kirchlicher Vermögensverwaltung umgesetzt, das sich deutlich von bisherigen Strukturen unterscheidet. Der PVVR ist also kein Nachfolger der bisherigen Stiftungsräte. Während die Stiftungsräte bislang vielfach auch operative Aufgaben übernommen haben, liegt die operative Finanzverwaltung künftig beim Verwaltungsvorstand beziehungsweise beim Pfarreiökonomen. Der Pfarreivermögensverwaltungsrat übernimmt dagegen eine aufsichts- und kontrollorientierte Rolle.
Zu seinen zentralen Aufgaben gehört es, den Haushaltsentwurf zu beraten und zu prüfen, ob die finanziellen Planungen der strategischen Ausrichtung der Kirchengemeinde entsprechen. Auch Personalentscheidungen, insbesondere bei im Haushalt vorgesehenen Stellen, liegen künftig nicht mehr beim Gremium, sondern ebenfalls beim Verwaltungsvorstand. Darüber hinaus begleitet er die Arbeit der Verwaltung, überwacht deren Tätigkeit und sorgt für Transparenz und Verantwortlichkeit im Umgang mit kirchlichen Mitteln (vgl. § 46 Pfarreigesetz).
Verbindung zwischen Strategie und Verwaltung
Der Pfarreivermögensverwaltungsrat nimmt damit eine Schlüsselrolle zwischen strategischer Ausrichtung und praktischer Umsetzung ein. Er sorgt dafür, dass finanzielle Entscheidungen im Einklang mit den inhaltlichen Zielen der Kirchengemeinde stehen. Gleichzeitig ist eine enge Rückbindung an den Pfarreirat vorgesehen: Der PVVR berichtet regelmäßig über seine Arbeit und schafft so eine kontinuierliche Verbindung zwischen Gremienarbeit und Verwaltung.
Konstituierung fristgerecht erfolgt
Die konstituierende Sitzung am 25. März markiert den offiziellen Start der Arbeit des Gremiums und Ende eines übergangsweise eingesetzten „Übergangs-Vermögensverwaltungsrates“. Gemäß den Vorgaben des Kirchenentwicklungsprozesses musste diese bis spätestens 31. März erfolgen. In der Sitzung wurde auch die weitere Organisation des Gremiums festgelegt.
„Die konstituierende Sitzung verlief zielstrebig und geprägt von guter Zusammenarbeit – erste inhaltliche Themen wurden bereits aufgegriffen. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit im Gremium und darauf, gemeinsam Verantwortung für einen transparenten und verantwortungsvollen Umgang mit den uns anvertrauten Mitteln zu übernehmen.“ so Nelson Ribeiro, leitender Pfarrer, der gleichzeitig PVVR-Vorsitzender ohne Stimmrecht ist. Zum stellvertretenden Vorsitzenden wurde Alexander Schindler gewählt.
V.l.n.r.: Alexander Ruchti, Thomas Joachims, Gerhard Weber, Elke Hundt, Otto Weber, Alexander Schindler, Heike Fischer (Protokoll und Assistenz)
Nicht auf dem Foto: Pfarrer Nelson Ribeiro und Klaus Fimm