Grundlagen für künftige Arbeitsfelder und Kompetenzteams
Zwei intensive Tage in St. Peter standen ganz im Zeichen der künftigen Zusammenarbeit in der Kirchengemeinde Südliche Ortenau. Wie können Aufgaben, Zuständigkeiten und pastorale Schwerpunkte in einer Kirchengemeinde gestaltet werden, die seit dem 1. Januar 2026 viele bisher eigenständige Strukturen zusammenführt? Mit dieser Frage beschäftigte sich das Seelsorgeteam der Kirchengemeinde Südliche Ortenau bei einer zweitägigen Klausurtagung Mitte Juni.
Begleitet wurde die Tagung von Moderator Ralph Mackmull, sodass sich das Kernteam ganz auf die inhaltliche Arbeit konzentrieren konnte. Dabei standen zwei große Themenbereiche im Mittelpunkt: die zukünftigen Arbeitsfelder der pastoralen Mitarbeitenden sowie die Weiterentwicklung der sogenannten Kompetenzteams.
In den vergangenen Monaten wurden bereits zahlreiche gemeinsame Strukturen aufgebaut. So gibt es inzwischen etwa einen gemeinsamen Gottesdienstplan für die gesamte Kirchengemeinde, eine zentrale Koordination des Beerdigungsdienstes sowie erste kirchengemeindeweite Abstimmungen in verschiedenen Arbeitsbereichen. Viele weitere Fragen sind jedoch eng miteinander verbunden: Zuständigkeiten ergeben sich aus Arbeitsfeldern, Arbeitsfelder aus pastoralen Schwerpunkten – und diese werden sich in den kommenden Jahren gemeinsam weiterentwickeln.
Ein wichtiger Schwerpunkt der Klausurtagung war deshalb zunächst die Frage, welche Aufgaben und Themenfelder in der neuen Kirchengemeinde überhaupt zu berücksichtigen sind. Dabei wurde sichtbar, welche Aufgabenbereiche bereits durch feste Vorgaben und Zuständigkeiten gebunden sind, beispielsweise Leitungsaufgaben, ein fester Satz Stellenprozente für die Begleitung der Kindertagesstätten und Gemeindeteams, der Beerdigungsdienst, die Feier von Eucharistien sowie bereits eingerichtete Aufgabenfelder wie Engagementförderung, Prävention, Jugendarbeit und Öffentlichkeitsarbeit. Erst durch diese gemeinsame Bestandsaufnahme wurde deutlich, welche personellen Spielräume für weitere pastorale Themen innerhalb des zugewiesenen Stellenschlüssels überhaupt zur Verfügung stehen. In einem nächsten Schritt sammelte das Seelsorgeteam deshalb die vielfältigen Themenfelder, die darüber hinaus in der Kirchengemeinde bearbeitet werden. Dabei ging es zunächst bewusst um die Themen selbst – noch nicht um konkrete Personen oder Zuständigkeiten. Welche pastoralen Schwerpunkte die Kirchengemeinde hier langfristig setzen möchte, ist eine Frage, die in den kommenden Jahren gemeinsam weiterentwickelt werden wird. Auch der Pfarreirat wird sich im Rahmen der Erarbeitung einer Pastoralkonzeption mit diesen Zukunftsfragen beschäftigen. Gleichzeitig gilt es schon heute, laufende Aufgaben, Projekte und Angebote verlässlich weiterzuführen. Die Klausurtagung hat dafür wichtige Grundlagen geschaffen und erste Orientierung gegeben, wie beides miteinander verbunden werden kann.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Arbeit an den Kompetenzteams. Diese sollen künftig größere Themenfelder bündeln und vernetzt bearbeiten. Ziel ist es, verschiedene Aufgabenbereiche nicht isoliert zu betrachten, sondern Zusammenhänge stärker in den Blick zu nehmen und gemeinsam strategisch weiterzuentwickeln. Ergänzt werden diese Strukturen durch Querschnittsthemen sowie Stabsstellen, die wichtige Aufgabenfelder wie etwa Liturgie oder Öffentlichkeitsarbeit kirchengemeindeweit koordinieren und eng mit der Leitung verzahnt sind. Während der beiden Tage wurde intensiv darüber beraten, welche Themen künftig in den einzelnen Kompetenzteams zusammengeführt werden können und wie eine gute Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Themenbereichen gelingen kann. Die Ergebnisse fließen nun in die weiteren Beratungen ein. Perspektivisch sollen die Kompetenzteams, die offiziell durch den Pfarreirat einberufen werden und sowohl aus Hauptberuflichen wie auch ehrenamtlich Engagierten bestehen, am dem späten Herbst schrittweise aufgebaut werden.
Neben der inhaltlichen Arbeit bot die Klausur auch Raum für persönliche Begegnungen. Viele Gespräche in wechselnden Arbeitsgruppen, bei den Mahlzeiten und in den Pausen stärkten das gegenseitige Kennenlernen und die Zusammenarbeit innerhalb des frisch zusammengewachsenen neuen großen Seelsorgeteams. Konkrete Entscheidungen zu einzelnen Zuständigkeiten werden nun in den kommenden Wochen und Monaten weiter ausgearbeitet. Die Ergebnisse der Klausur bilden dafür eine wichtige Grundlage. Schritt für Schritt sollen daraus die Strukturen entstehen, die die pastorale Arbeit in der Kirchengemeinde Südliche Ortenau langfristig tragen und weiterentwickeln.
Das Pastoralteam der Kirchengemeinde Südliche Ortenau (leider verhindert und damit auch nicht auf dem Foto waren Pastoralreferent Joachim Holub und Diakon Andreas Wilhelm, ebenso Pater Yesudas Kochupurackal und Pater Thomas Perumbattu)